Neues Feature: Nicht wie heiss es war, sondern wann
obseed zerlegt deine Session jetzt in Fünf-Minuten-Abschnitte und zeigt dir den Temperaturverlauf statt eines Durchschnitts – samt Hitzebelastung pro Abschnitt und ehrlichen Lücken dort, wo die Daten nicht reichen.

Zwei Sessions, derselbe Eintrag im Tagebuch: 23,5 °C im Schnitt. Die eine war ein angenehmer Lauf durch den Wald. Die andere hat dich auf den letzten fünf Kilometern auseinandergenommen. Im Rückblick sehen beide exakt gleich aus.
Ab sofort zeigt dir obseed nicht mehr nur, wie warm es im Mittel war, sondern wann es warm war. Jede Session mit GPS wird in Fünf-Minuten-Abschnitte zerlegt. Jeder Abschnitt bekommt seine eigene Temperatur und seine eigene Hitzebelastung.
Warum Hitze mehr kostet, als im Nachhinein sichtbar ist
Wärme ist für deinen Kreislauf kein Komfortthema, sondern eine zweite Baustelle. Dein Körper muss gleichzeitig die arbeitende Muskulatur mit Blut versorgen und Wärme über die Haut abgeben – und beides bedient sich am selben Kreislauf. Das Resultat kennst du aus jedem Sommerlauf: Der Puls klettert bei unverändertem Tempo langsam nach oben. Cardiac Drift heisst dieses Phänomen.
Dazu kommt der Flüssigkeitsverlust. Du schwitzt mehr, das Plasmavolumen sinkt, pro Herzschlag geht weniger Blut auf die Reise. Dein Herz gleicht das über die Frequenz aus. Draufzahlen tust du trotzdem.
Und das Ganze verläuft nicht gleichmässig. Zwischen 18 und 22 Grad merken die meisten kaum einen Unterschied. Zwischen 28 und 32 Grad entscheidet sich, ob dein langer Lauf ein langer Lauf bleibt. Ausgerechnet in diesem oberen Bereich ist ein Durchschnittswert am wenigsten wert, weil er die Spitzen glattbügelt, auf die es ankommt.
Ein Mittelwert ist ein schlechter Zeuge
Nimm eine zweistündige Ausfahrt. Start um sieben, noch im Schatten des Tals, 18 Grad. Nach einer Stunde bist du oben, die Sonne steht frei, 29 Grad. In deiner Session stand bisher: 23,5 Grad. Rechnerisch einwandfrei und trotzdem wertlos, denn diese Zahl beschreibt einen Moment, den es an diesem Morgen nie gegeben hat.
Der springende Punkt ist die Verteilung. Erst wenn du siehst, dass die zweite Stunde elf Grad wärmer war als die erste, ergibt der Einbruch bei Kilometer 45 plötzlich Sinn. Und erst dann kannst du beim nächsten Mal etwas anders machen: früher starten, die Flaschen anders planen, das Tempo für den offenen Abschnitt von vornherein zurücknehmen.
Fünf Minuten pro Balken
Die Session-Ansicht hat eine neue Karte bekommen. Sie zeigt einen Balken pro Fünf-Minuten-Abschnitt, dazu Durchschnitt, Minimum und Maximum der Session. Fährst du über einen Balken, siehst du den Zeitraum, die Temperatur, die Hitzebelastung und die Abdeckung dieses Abschnitts.
Interessant ist, woher die Werte kommen. Wetterdienste liefern Stundenwerte für ein Raster, du bewegst dich aber minütlich und quer durch dieses Raster. obseed rechnet deshalb rückwärts über deine Trackpoints: Es prüft für jeden Abschnitt, in welcher Rasterzelle du dich tatsächlich aufgehalten hast und wie lange, interpoliert die Stundenwerte auf die Zeit dazwischen und gewichtet sie nach deiner Aufenthaltsdauer. Aus zwei groben Datenquellen wird so ein Verlauf, der zu deiner Bewegung passt statt zum Wetterbericht der Region.
Vier Bänder statt einer nackten Zahl
Temperatur allein sagt wenig. 30 Grad in trockener Bergluft und 30 Grad bei drückender Schwüle sind zwei völlig verschiedene Tage, und dein Kreislauf weiss das besser als dein Thermometer. Jeder Abschnitt bekommt darum zusätzlich einen Heat-Load-Score von 0 bis 100, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen bewertet. Er lehnt sich an den etablierten WBGT-Index und die Flaggen-Schwellen des American College of Sports Medicine an.
Die Zahl selbst musst du dir nicht merken. Im Chart ist sie als Farbe hinterlegt, in vier Bändern:
- Sicher (bis 25) – die Hitze spielt für diese Session keine Rolle.
- Vorsicht (25 bis 50) – spürbar. Pacing und Trinkplan gehören angeschaut.
- Hoch (50 bis 85) – die Bedingungen bestimmen mit, wie das Training ausgeht. Intensitäten hier sind eine bewusste Entscheidung, keine Nebensache.
- Stopp (über 85) – Bereich, in dem harte Belastungen ein echtes gesundheitliches Risiko sind.
Weil die Farbe am Balken klebt, siehst du auf einen Blick, ob dein Intervallblock zufällig genau ins orange Fenster gefallen ist. Meistens war es kein Zufall.
Was die Timeline bewusst nicht tut
Ein Feature ist auch das wert, was es weglässt. Drei Grenzen, die wir bewusst eingebaut haben:
Ohne GPS keine Timeline. Die Zuordnung hängt komplett an deinen Trackpoints. Bei einer Indoor-Session oder einer Aufzeichnung ohne Positionsdaten erscheint die Karte gar nicht erst, statt eine flache Linie zu zeichnen, die so tut, als wüsste sie Bescheid.
Lücken bleiben Lücken. Ein Abschnitt meldet nur dann eine Temperatur, wenn deine Trackpoints mindestens 80 Prozent davon abdecken. Zwanzig Sekunden Daten aus fünf Minuten sind keine Messung, sondern eine Vermutung. Solche Abschnitte bleiben leer und weisen ihre Abdeckung offen aus. Ein fehlender Wert bedeutet dabei ausdrücklich nicht «war harmlos», sondern «wissen wir nicht».
Frische Daten dürfen sich noch ändern. Historische Wetterdaten werden von den Anbietern nachträglich revidiert, und zwar deutlich: Bei einem Lauf hier im Testbetrieb meldete die Abfrage am selben Tag 26,9 Grad, die Neuabfrage am Folgetag 32,45 Grad. Über fünfeinhalb Grad Unterschied für dieselbe Stunde lassen sich nicht von der Hand weisen. obseed markiert deshalb junge Sessions als vorläufig, holt sie nach sechs Tagen automatisch neu und erklärt sie erst dann für endgültig. Sessions, die du schon länger im Konto hast, werden aus den bereits gespeicherten Wetterdaten nachgerechnet – ohne eine einzige neue Anfrage an den Anbieter.
Schau dir den Verlauf an, nicht den Schnitt
Wenn du in den letzten Wochen bei Hitze trainiert hast, liegt die spannendste Session vermutlich schon in deinem Konto. Öffne den Longrun, der sich härter angefühlt hat, als er auf dem Papier aussah, und schau dir die Form der Kurve an. Gut möglich, dass du dich zu Unrecht für die schlechte Form verantwortlich gemacht hast.
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obseed lässt dich ab sofort echte Sport-Nahrungsprodukte an jede Trainings-Session anhängen – und erfasst exakt die Kohlenhydrate, das Natrium, das Koffein und die Kalorien, die du zu dir genommen hast, direkt neben dem, was du verbraucht hast.
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obseed bietet ab sofort einen persönlichen iCalendar-Feed – einmal abonnieren und deine Sport-Sessions, Wettkämpfe und deinen Schlaf in Apple Kalender, Google Kalender oder Outlook sehen.
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Deine täglichen Tags werden jetzt visuelle Heatmaps. obseed Wochen- und Monatsansichten zeigen Supplement-Lücken, Krankheitsverläufe und Koffein-Rhythmen.